So, nachdem mein Marathon jetzt auch beendet ist (Fr: Metusa, Sa/So: MPS Speyer, Mo: Speyer besichtigen + Rückfahrt, Di: beim Sommerferienprogramm vom Verein helfen) schreibe ich jetzt auch mal was zum Freitag.
Es war einfach toll
Aber von vorne: Zwar wohnen wir (also meine Mutter
MamAn und ich) nur ein paar Kilometer von Freudenstadt entfernt, aber die Werkstatt hatten wir bis dato nicht gekannt. Wir hätten sie vermutlich auch nie kennen gelernt, weil man von der Straße nicht auf die Idee gekommen wäre, dass da eine Kneipe sein soll.
Naja, jedenfalls haben wir's dann doch gefunden und waren echt erstaunt, was sich in dem Hinterhof alles befunden hat: Ein Pavillon, ein großer Grill, kleine Gartentische mit Stühlen, eine Scheune, ein provisorisch überdachter Hof und eben jene Kneipe.
Wir holten uns also was zu Essen und was zu Trinken, und setzten uns an einen Tisch nach draußen. Nach ein paar Gesprächen wurde auch klar, dass viele gar nicht wegen Metusa da waren, sondern, weil es halt die Stammkneipe ist. Uns beschlich so leicht der Verdacht, dass wir eine der wenigen waren, die die Band kannten. Aber was soll's, Metusa würde denen schon einheizen.
Dann, kurz nach 21:30 Uhr erklangen die ersten Dudelsacktöne und man wusste: Jetzt geht's los
Die ersten paar Songs wurden draußen gespielt, wobei das Publikum noch nicht so ganz in Stimmung war. Aber nach einigen Ansagen von Dominik, waren sie zumindest soweit, dass sie die Passage "Betrunken wie ein Schwein" mitgrölen konnten.
Recht schnell kam dann aber der Regen und es wurde ein Pause eingelegt, um auf das Ende des Regens zu warten. Die Pause wurde immer länger und das Wetter besserte sich nicht wirklich, obendrein war es auch noch recht kühl an diesem Abend. Irgendwann wurde dann beschlossen, das Ganze nach drinnen zu verlegen. Man musste zwar etwas Quetschen, aber es klappte irgendwie.
Und dann ging es erst richtig los.
Es wurden ja nicht nur Metusa-Lieder gespielt, sondern auch bekannte (Folk-)Lieder, was den Gästen sichtlich gefallen hat, da sie viele Texte kannten
Und oh Wunder, gab' es dann kurz drauf wieder eine Pause
Wir dachten schon, die kommen gar nicht wieder, als auf einmal Dominik auftauchte und sich an ein Klavier setzte, was mir bisher gar nicht aufgefallen war, und anfing zu spielen. Von diesem Moment an, waren die Gäste hellauf begeistert. Es wurde mitgesungen und mitgeklatscht. Es war einfach nur toll

(Und das obwohl es viele Songs waren, die ich bis zu dem Moment vielleicht ein- oder zweimal gehört hatte, wie z. B. Let it be von den Beatles.) *Schande über mich, ich war fast die einzige, die die Texte nicht mitsingen konnte...*
[Also ich wäre ja dafür, dass Metusa sich ein Klavier auf die Bühne holt

]...
Unbedingt Wiederholungsbedarf.
Dann ging es mit dem eigentlichen Konzert weiter und die Stimmung wurde immer besser, es gab kaum jemanden, der nicht mitgemacht hat und so gut wie jeder war begeistert. Jaja, die Schwaben brauchen halt etwas länger bis sie auftauen...
Was ich besonders toll fand, dass Dominik irgendwann mein "Das Niveau"-Shirt entdeckte (wobei ich ja schon Bedenken hatte, es bei einem Metusa-konzert anzuziehen...), und dann spontan den Refrain von "Der Morgen danach" von Das Niveau anstimmte.
Lei, la, la, lei, la - la, la la la la lei Danke dafür.

Zum Schluss wurde dann die Duplo (ich glaube, sie ist die Inhaberin der Werkstatt) auf den Tisch (die Bühne) gebeten, und bekam dann wahre Beifallsstürme, weil sie einfach "die geilste Kneipe überhaupt" hat. Das letzte Lied war dann (korrigiert mich, wenn ich falsch liege) Country Roads, mit dem dann auch dieser wundervolle Abend ausklang. Wobei Abend kann man schon fast nicht mehr sagen, es war knapp 1 Uhr nachts.
Danach machten wir mit Sigi und dem Pfälzer (hast dich übrigens gut bei deinem "Wir trinken Bier, wir trinken Wein,..." geschlagen

) Bekanntschaft. Und der Eindruck, den man aus dem Forum bekommen hat, hat sich eindeutig bestätigt. Sehr, sehr nette Menschen

Hätten gerne noch länger mit euch gequatscht. Spätestens nächstes Jahr sieht man sich auf irgendeinem MPS wieder.
Und jetzt bleibt nur noch die Frage:
Wann gibt es wieder ein Metusa-Konzert in Freudenstadt???Ach ja und beinahe vergessen. Wenn ich nicht gewusst hätte, dass Odin neu in der Band ist und er keinen Notenständer vor sich stehen gehabt hätte, hätte ich nicht gedacht, dass es sein erster Auftritt mit der Band zusammen ist. @Odin: Haste gut gemacht
